Doppelt sagenumwoben, dann fast aueinandergefallen – und heute prächtig wiederaufgebaut: Die Burg Spangenberg bei Erfenstein, am Eingang des Elmsteiner Tals.
Überblick über die Burg Spangenberg
Die Burg Spangenberg stellt eine von 4 Burgen im kleinen und eigentlich unbedeutenden Elmsteiner Tals dar: Gegenüber liegt die kleine Burg Erfenstein, fußläufig die Breitenstein – und am Talende die Burg Elmstein. Alle 4 grenzen die historischen Besitztümer ab, denn viele beanspruchten einen Teil des kostbaren Waldes für sich.
Wenn man heute den gut ausgebauten Burgweg die 80 Höhenmeter hinauf läuft, kann man sich kaum vorstellen, dass die Burg Anfang des 20. Jahrhunderts fast auseinanderfiel: Zerstört vom dreißigjährigen Krieg und der Erosion, brachen von der gegenüberliegenden Burg sogar mehrere große Felsen ab.
Dieses Ereignis führte letztendlich dazu, dass auch die Spangenberg erst gesichert und dann sogar rekonstruiert wurde. Und so steht sie heute als kleine aber guterhaltene Burg dar, die sogar innen geführt besichtigt werden kann. Ein Highlight im dichten Wald von Neustadt an der Weinstraße Richtung Elmstein.
Beste Zeit zum Besuchen
Beste Jahreszeit: Sommer
Beste Uhrzeit: Tagsüber
Chris' (Geheim-) Tipp
Die gegenüberliegende Burg Erfenstein ist zwar klein – bietet jedoch einen tollen Ausblick auf die Burg Spangenberg. Das sollte man auf jeden Fall kombinieren. Alternativ findet sich auch der 3-Burgen-Weg an, der eine weitere Grenzburg im Elmsteiner Tal darstellt.
Ortsbewertung
Erreichbarkeit
Aussicht
Umgebung
Weitere Bilder der Burg Spangenberg
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Anfahrt & Parken
Großer Parkpatz am Bahnhof Erfenstein – alternativ kann man hier regelmäßig mit einer historischen Dampfeisenbahn einfahren: dem Kuckucksbähnel.
Vom Bahnhof aus sind es 10 Minuten gut ausgeschilderter Fußweg, der die 80 Höhenmeter bis zur Burg hinauf führt.
Geschichte & Hintergründe zum Ort
Bereits um den Bau ranken sich Sagen: Der “Wilde Kaspar” soll die Burg gebaut haben. Damit niemand den Ort der Burg verraten konnte, soll er alle Bauarbeiter zu einem Gelage eingelagen und dann lebendig verbrannt haben. Schwierige Ausgangslage für eine Burg, die für jeden Talbesucher direkt sichtbar ist.
Die spannendste Geschichte aber ist die von der ledernen Brücke: Zwei befreundete Burgherren von Spangenberg und Erfenstein bauten sie angeblich über das gesamte Tal hinweg, um sich bequem besuchen zu können.
Eines Abends nach zu viel Wein, gerieten sie jedoch in Streit. Der Erfensteiner stürmte wütend über die Brücke nach Hause. “Ich komme nie wieder!”, schrie er. “Das wirst du auch nicht!”, brüllte der Spangenberger zurück – und zerschnitt mit seinem Schwert die Lederschnüre. Sein ehemaliger Freund stürzte in den Tod. Die Burgen blieben danach für immer verfeindet.
Die Geschichte der Burg selbst endete ebenfalls traurig: Im Dreißigjährigen Krieg wurde Spangenberg zerstört. Zum Glück kümmern sich seit 1924 viele freiwillige Helfer um die Burg und verhalfen ihr zum heutigen Charme.
Übrigens gibt es im Elmsteiner Tal so viele Burgen, weil sie die historischen Grenzen markieren:
Speyrer, Leininger und Kurpfälzer hatten jeweils ihren Teil am waldreichen Tal – die Burgen markieren ihren Besitz.

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