Der kleine Bruder der Aussichtstürme mitten im Pfälzer Wald: Der Eschkopfturm ist deutlich unbekannter und damit weniger überlaufen als der Luitpoldturm. Glänzt aber auch ähnlicher Lage inmitten von Bäumen und dem Nichts.
Überblick über den Eschkopfturm
Wenn einem der Luitpoldturm zu überlaufen ist, kann man dessen kleiner Bruder besuchen: Der Eschkopfturm ist zwar einigen Minuten mit dem Auto entfernt aber genauso mitten im Wald gebaut. Fast sogar noch mehr – hier vergisst man wirklich, dass es Siedlungen und Häuser gibt.
Das mag auch daran liegen, dass seine Aussicht je nach Vegetationsperiode gerne mal von hohen Bäumen etwas eingeengt wird. Das sollte man aber nicht überbewerten, denn er bietet immer noch einen tolles Panorama über die Pfalz. Im Herbst kann man auch hier öfters mal Nebel im Tal beobachten.
Für mich persönlich ist der Eschkopfturm auch Ort einer ganz besonderen Erinnerung: Im Sommer 2021 stand ich auf dem Weg dahin ganz alleine mitten im Wald und wurde von einem Gewitter bis auf die Haut durchnässt (immerhin fand ich mit einem Bier in der Hand Unterschlupf unter einer Tanne – es war ein absolutes Erlebnis).
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnte: Als ich meinen Weg durch den dichten Dunst des Gewitters bahnte, sollte ich kurz vor einem meiner schönsten Fotos stehen. Genau in dem Moment als ich die ersten Umrisse des Turmes ausmachen konnte, klarte der Dunst vermeintlich auf.
Ich ging durch die Eingangstür die 98 Treppenstufen hinaus. Und genau als ich oben angekommen war, fiel das Licht der untergehenden Sonne in den Gewitterdunst: völlig umringt von orangenem Nebel stand ich an der Spitze, vermutlich allein innerhalb von 16 Quadratkilometern.
Während ich die Drohne hochwarf, klarte der Dunst soweit auf, dass es den Blick zwar freigab – aber Turm und Landschaft in einen orangenen Schleier warf. Ein Moment, den mir wohl kaum einer glauben würde, wenn ich nicht das Bild gemacht hätte, was du auf dieser Seite siehst.
Beste Zeit zum Besuchen
Beste Jahreszeit: Frühling, Sommer, Herbst, Winter
Beste Uhrzeit: Sonnenaufgang, Tagsüber, Sonnenuntergang, Nachts
Chris' (Geheim-) Tipp
2-Türme-Tour: Eschkopf- und Schindhübelturm kombinieren. Gerne auch mit einem Abstecher in eins der Täler an eine Wasserquelle, gerade im Sommer. Alternativ im Winter auch ein super Rodelparadies, weil sehr hoch gelegen – und nicht so überlaufen wie andere Schneeziele in der Pfalz.
Ortsbewertung
Erreichbarkeit
Aussicht
Umgebung
Weitere Bilder des Eschkopfturm
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Anfahrt & Parken
Direkt an der B48 gelegener Waldparkplatz mit einer kleinen Schutzhütte. Kann bei Schnee auch mal eng werden, meistens ist aber irgendwo noch ein Plätzchen – und wenn es gegenüber an der Abzweigung Richtung Iggelbach ist.
Vom Parkplatz aus den steilen Berg hoch, links und man ist schon da 🙂
Geschichte & Hintergründe zum Ort
Der Eschkopfturm steht in der sogenannten Frankenweide – einem großen Teilgebiet des Pfälzerwalds. Der achteckige Steinturm ist 20 Meter hoch und hat eine Wendeltreppe mit 98 Stufen.
Das Besondere: Wo heute der Turm steht, hatte Napoleon einen Holzturm für Nachrichten nach Paris. 1902 baute man dann den neuen Turm – diesmal nicht für Botschaften, sondern um das Land zu vermessen.

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